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Aktuelles Steuergespräch

62. BSG am 6. März 2017

29. Berliner Steuergespräch

Bilanzrechtsmodernisierung - Zukunft der Steuerbilanz

„Die Unternehmen in Deutschland brauchen eine moderne Bilanzierungsgrundlage“ heißt es in der Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz vom 8. November 2007 zu den Eckpunkten der Reform des Bilanzrechts. Am 21. Mai 2008 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) vorgelegt und in das parlamentarische Verfahren überführt.

Das hiesige HGB-Bilanzrecht sieht sich im ständigen Wettbewerb zu internationalen Rechnungslegungsstandards wie den IFRS (insbesondere IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen), US GAAP u. a. und wird nunmehr durch die HGB-Reform neu gefasst. Angestrebt wird eine vollwertige Alternative zu den internationalen Rechnungslegungsstandards. Kostensenkung und Deregulierung sind daher ebenso wie die Verbesserung der Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses primäre Ziele der Reform. Gleichwohl bleiben die Kernpunkte des bisherigen HGB-Bilanzrechts wie auch die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach der Reform erhalten. Somit bildet die Handelsbilanz auch weiterhin die Grundlage der steuerlichen Gewinnermittlung und der Ausschüttungsbemessung.

Zunächst referierten Dr. Christoph Ernst (Bundesministerium der Justiz) und Prof. Dr. Christoph Spengel (Universität Mannheim) über die zentralen Bestandteile des Reformvorhabens. Anschließend diskutierten sie mit MR’in Ingetraut Meurer (Bundesministerium der Finanzen, Berlin), Dr. Gabriele Rautenstrauch (KPMG, Frankfurt/Main), Fritz Esterer (Siemens AG, München) und den Gästen die kurz- und langfristig zu erwartenden Auswirkungen der Bilanzrechtsmodernisierung auf die Steuerbilanz.